Im Schwimmsport ist das sportärztliche Attest schon lang eine Selbstverständlichkeit, selbst bei 8 Jährigen, und in den Leistungszentren des DFB ebenfalls. Aus diesem Grund hat sich die JFG im Sommer 2014 dazu entschlossen denselben Weg zu gehen. Aktuell muss jeder Spieler der JFG Lohwald in der U19 bis einschließlich U14 ein aktuelles (nicht älter als 1 Jahr) sportärtzliches Attest vorlegen können. Ohne ein solches Attest ist es dem Spieler nicht gestattet am Trainings- und Spielbetrieb teilzunehmen.

Was ist ein sportärztliches Attest?
Ein sportärztliches Attest wird nach der Vorstellung bei einem Mediziner (Allgemeinarzt, Sportarzt, Arzt der Inneren Medizin) ausgestellt, falls er den Patienten für sporttauglich erklärt.
Die Untersuchung beinhaltet verschiedene Tests:
- ausführliche Anamnese (Abklären der gesundheitlichen Vorgeschichte mit Verletzungen oder Erkrankung, Vorgeschichte der Familie)
- körperliche Untersuchung (abtasten, abhören, optische Untersuchung, Blutdruckmessung, event. Muskel- / Beweglichkeitstests)
- Ruhe - EKG (Elektrokardiografie, Auswertung der elektr. Ableitungen des Herzens um Herzrhythmusstörungen und / oder Anomalien der Herztätigkeit zu diagnostizieren)

Jeder Arzt entscheidet selbst welche Tests notwendig sind, um dem Patienten die Sporttauglichkeit zu gewähren. Die oben genannten Tests sind allerdings die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention.

Warum ein sportärztliches Attest?
Die Untersuchung dient der frühzeitigen Erkennung von gefährlichen Vorerkrankungen oder wahrscheinlich auftretenden Krankheiten bei sportlicher Betätigung. Sie soll gesundheitliche Risiken mindern und dem Trainer und Sportler mehr Sicherheit in der Ausübung seines Sportes geben. Sie kann Unfälle aufgrund von Herzfehler, die zu Reanimation oder Tod führen können, vorbeugen bzw. verhindern.

"In Italien sind seit 1982 Sporttauglichkeitsuntersuchungen zumindest mit Ruhe-EKG für Wettkampfsportler aller Leistungsklassen und Wettbewerbe gesetzlich vorgeschrieben. Nach Einführung dieses Screeningsystems reduzierte sich die jährliche Rate des plötzlichen Herztodes beim Sport von 3,6 auf 0,4 pro 100.000 Personenjahre"
(Dr. J. Scharhag in Dt. Zeitschrift für Sportmedizin Nr. 5 / 2012 (63) "Die Sporttauglichkeitsuntersuchung - kein Gefälligkeitsattest")

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Weiteres:
Merkblatt der JFG Lohwald zum Sportärztlichen Attest

Kurzbeitrag von Löllgen, H. in der Dt. Zeitschrift für Sportmedizin Nr. 5 / 2012 (63) :  "Zur Diskussion: Sportärztliche Vorsorgeuntersuchung: Umfang und Inhalte"

Beitrag in der Apotheken-Umschau vom 01.03.2012: "Einsteiger-Check: Die sportmedizinische Untersuchung"



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