Von September 2012 bis August 2013 war die JFG Lohwald bereits Einsatzstelle für einen "FSJ'ler". Benni war ein Jahr lang teil der JFG Familie. Hier ein kleiner Erfahrungsbericht von Benni zu seinem FSJ bei der JFG Lohwald (damals noch in Kooperation mit dem Stammverein TSV Täfertingen).
FSJ-Erfahrungsbericht
Im Schuljahr 2011/2012 entschloss ich mich dazu ein Freiwilliges Soziales Jahr im Sport bei der JFG Lohwald und beim TSV Täfertingen zu absolvieren. Ich konnte dieses Jahr und die Arbeit mit den Kindern und den Verantwortlichen der Vereine sehr genießen und bekam einen sehr guten Einblick in die Arbeit eines Sportvereines und der Schule.

Nach meinem Abitur war ich, wie viele andere Jugendliche auch, auf der Suche nach einem passendem Studium. Ich wusste zwar, dass ich gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeiten will, aber ich war mir unsicher, welche Schulart ich wählen sollte oder ob ich mich gar in eine komplett andere Richtung orientieren sollte. Es ergab sich für mich die Möglichkeit ein FSJ im Sport abzuleisten und ich war von der Idee sofort begeistert!

Am Anfang des Schuljahres machte ich mit den anderen Freiwilligen aus Schwaben auf einem Seminar in Kaufbeuren  (s. Foto 1) den Übungsleiterschein C-Breitensport. Es waren tolle zwei Wochen, da ich viele neue Leute kennenlernte und mit wir zusammen großen Spaß hatten. In den von erfahrenen Übungsleitern angeleiteten Praxis- und Theoriestunden erfuhr ich viel Hilfreiches für meinen Sportunterricht und den Umgang mit Kindern. Es war sehr abwechslungsreich und interessant.
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Foto 1: Einführungsseminar in Kaufbeuren
Foto 2: Ehrung im Bayerischen Landtag
Nach dieser super Erfahrung begann der Alltag in meinem FSJ. Ich war jeden Tag an einer Schule im Einsatz und unterrichtete alleinverantwortlich Kinder. Ich war in der Eichenwaldschule und in der Grundschule Täfertingen tätig. Die Arbeit war nicht immer leicht und oft anstrengend, aber ich sammelte wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Kindern und im Unterrichten. Zudem betreute ich zwei Juniorenmannschaften. Beim TSV Täfertingen trainierte ich eine E-Jugend Mannschaft und bei der JFG Lohwald war ich für die D-Jugend zuständig. Außerdem betreute ich das U11-Team der JFG. Außerhalb des Trainingsbetriebs bekam ich organisatorische Aufgaben: Ich half bei Turnieren und Festen mit, oder ich organisierte Fahrten und Trainingslager mit meinen Mannschaften. Ich durfte auch zu den regelmäßigen Sitzungen der Vereine und bekam so eine tolle Einsicht in die Arbeit, die hinter einem großem Sportverein steht. Sehr lehrreich für mich war die Zusammenarbeit mit dem FC Augsburg. Die JFG ist ein Partnerverein und so konnte ich an professionell geleiteten Trainerfortbildungen und Talentsichtungen teilnehmen und sah wie ein Proficlub arbeitet!

Meine tägliche Arbeit war nie langweilig und ich bekam nicht nur recht stupide Aufgaben wie Akten sortieren oder Rasenmähen, wie viele meiner FSJ-Freunde in anderen Vereinen, sondern Aufgaben, die ich eigenständig erledigen konnte und bei denen auch meine eigene Meinung und Kreativität zählte. Ich wurde jedoch  nicht allein gelassen. Bei Problemen oder Fragen konnte ich mich jederzeit an meinen Anleiter oder an einen erfahrenen Trainer wenden, die mir immer sofort halfen. Das gute Klima, welches in den Vereinen und unter den ehrenamtlichen Mitarbeitern herrschte war super. Sofort wurde ich in die Gruppe integriert und  als vollwertiges Mitglied akzeptiert! Auch heute noch bin ich froh als Jugendtrainer Teil dieses Teams zu sein.

Durch das FSJ bekam ich die Möglichkeit an zwei weiteren Seminaren teilzunehmen, wo wir viele neue Sportarten kennenlernten und Weiterbildungen besuchten. Zudem wurde es mir ermöglicht auf ein QA-Vorbereitungsseminar zu fahren, auf dem ich intensiv mit Schülern arbeitete und sie auch abseits der Schule kennenlernte. Eine besondere Überraschung erhielt ich in Form einer Einladung in den Bayerischen Landtag (s. Foto 2). Dort wurden ausgewählte, freiwillige Jugendliche von Frau Barbara Stamm geehrt. Das zeigt, dass ehrenamtliches Engagement wahrgenommen wird und auch in der Gesellschaft immer mehr Anerkennung findet. Ein FSJ ist auf keinen Fall ein verlorenes Jahr!
Im Nachhinein habe ich das Jahr sehr genossen und bin den Verantwortlichen der Vereine sehr dankbar, dass sie mir diese Möglichkeit boten und mich immer unterstützten! Ich sammelte viele wertvolle Erfahrungen und Erkenntnisse und studiere jetzt Lehramt, womit ich sehr glücklich bin. Ich kann nur jedem Jugendlichem, der Spaß an der Arbeit mit Kindern hat, ein FSJ im Sport wärmstens empfehlen! Mir hat sie viele Türen geöffnet!